Bockbierabend wurde für viele zum Kraftakt   Gückingen. Erst stärken, dann stemmen. Nach Haxe oder Leberkäs mit Brot und vielleicht noch  einer Brezel durften Gückinger beim traditionellen Bockbierabend im Schankraum der Königsteinhalle ihre Kräfte messen – beim Wettsägen im Team oder beim Bierkrug- stemmen als Einzelkämpfer im gemischten Wettbewerb. Stolze 2,2 Kilogramm wiegt der Glaskrug, der mit ausgestrecktem Arm hochgehalten werden muss. Schnappatmung, Zittern und Schweißperlen gehören zu jenen Symptomen, die regelmäßig das bevorsteh- ende Ende des Kraftakts ankündigen. Auf die späten 70er Jahre geht das gesellige Treffen in der Gemeinde zurück, das heute noch von Chorgemeinschaft AufTakt und Kulturkreis erfolgreich fortgesetzt wird. Der Abend bei Starkbier und Schweinshaxe etablierte sich als fester Termin im Veranstaltungskalender. Die Zeit um Mitte November ist die erste Gelegenheit, das Stark- oder Bockbier mit einer Stammwürze von 16 Prozent und einem Alkoholgehalt von 7,5 Prozent zu probieren. Zuvor muss das Getränk, das in der letzten Septemberwoche eingebraut wird, acht Wochen gelagert werden und reifen. Serviert wird anschließend vom Fass. Nach Kostprobe und ausgiebigem Mahl verbringen die Gäste den weiteren Abend bei angeregten Gesprächen und kleinen Wettbewerben. Artikel NNP vom 09. November 2010 hbw Faszinierendes Indien Themenabend in Gückingen entführte in das südasiatische Land Gut besucht war der Themenabend «Indien» des Kulturkreises, Abteilung des Gesangvereins «Auftakt». Mit Jyotshna Ramavat war eine kompetente Referentin gefunden, wurde die Wahl-Gückingerin doch in Bombay geboren. Gückingen. Wer hätte es gewusst? Die Republik Indien, mit fast 3,3 Millionen Quadratkilometern ein riesiges Land, ist von rund 1,2 Milliarden Menschen bevölkert und gilt als die größte Demokratie der Welt. Es gibt in Indien etwa 18 anerkannte Sprachen und eine Fülle weiterer Sprachen und Dialekte. Amtssprachen sind Hindi und Englisch. Währung ist die indische Rupie, die etwa dem 56. Teil eines Euro entspricht. «So ein großes Land und so wenig Zeit: Da kann man nur einen kleinen Eindruck geben», begann Ramavat ihren Vortrag, nachdem Kultur- Abteilungsleiterin Hilla Knoth und AufTakt-Vorsitzender Peter Heinbücher die vielen Gäste begrüßt hatten. «In Indien ist alles chaotisch, währen hier in Deutschland alles streng geordnet und geregelt ist», sagte Ramavat. Indiens Geschichte reiche bis 3000 v. Chr.. Der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama entdeckte Indien auf dem Seeweg. 1947 schickten Mahatma Gandhi die englischen Kolonialherren nach Hause, 1950 wurde die Indische Union ausgerufen, die als Republik der britischen Völkergemeinschaft beitrat. Heute sind 80 Prozent der Bevölkerung Hindus, 13,4 Prozent Moslems, 2,3 Prozent Christen, 1,9 Prozent Sikhs und 0,8 Prozent Buddhisten. In Indien gibt es 28 Bundesstaaten und Unionsterritorien mit eigener Regierung. Nach vielen trockenen Zahlen spielte Ramavat farbenprächtige Abbildungen und Kurzfilme ein, erklärte das alte und das neue Indien, geheimnisvolle, rituelle Tänze und pulsierendes Leben in den Metropolen Neu-Delhi und Bombay, stellte das üppige Wachstum auf dem Lande vor, wo Wasserbüffel mit langen Hörnern noch bei der Feldbearbeitung eingesetzt werden, wanderte mit dem Publikum von fruchtbaren Tälern auf eisige Berge, brachte den höchsten Berg Indiens, den Kanchenjunga (8598 m), zu Gesicht, gewährte einen Blick auf Elefantenherden, Löwen, Tiger, Reptilien und Affen und berichtete von der Lebensart der Bevölkerung. So nimmt der Inder die Begrüßung eines anderen Menschen immer mit gefalteten Händen vor, was sagen will: «Ich verbeuge mich vor dir» oder «Ich achte dich». Außerdem vermeide der (höfliche) Inder tunlichst das Wort «Nein». Er werde dies immer irgendwie umschreiben. Auch nackte Fußsohlen werde der Inder niemals präsentieren, sondern sich immer im «Schneidersitz» niederlassen. Richtig interessant wurde es für die weibliche Zuhörerschaft beim Thema Ernährung. «Wir können 365 Tage im Jahr immer neue und andere Gerichte kochen, haben dann aber immer noch nicht alle möglichen gekocht», erzählte Ramavat. Essen gab es aber nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. Hatte es zur Einstimmung einen Mango Lassi (Getränk aus Joghurt, Zucker und Mangopürree) gegeben, wurde nun die Hauptspeise serviert, Samosa (Teigdreiecke gefüllt mit Kartoffeln, Erbsen und Gewürze), MixSabji (Kartoffeln, Karotte, grüne Bohnen und Gewürze), Rajma (Kidney Bohnen mit Tomaten, Zwiebeln und Gewürzen), Reis und im Lehmofen gebackenes Brot (Naan), dazu verschiedene Soßen, von leger bis feurig und zum Nachtisch Süßigkeiten aus Indien. Viel Applaus zum Schluss, auch für die selbst zubereiteten, fremdländischen Gaumenfreuden. Artikel NNP/wu 5.10.2010 Einbruchsprävention - Sicherheit für Haus und Wohnung Gückingen. Das Thema der häuslichen Sicherheit stand beim Themenabend des Kulturkreis Gückingen am Dienstag, 29. März auf dem Programm. Ab 19.30 Uhr referierten ehrenamtliche und von der Polizei ausgebildete Sicherheitsberater über Einbruchsicherung von Haus und Wohnung. Den Besucher erwarteten nützliche Tipps die er in seinem häuslichen Umfeld präventiv umsetzen kann. Darüber hinaus erläuterten Mitarbeiter der Opferhilfe Weißer Ring e.V. den oftmals "schockähnlichen" Zustand nach einem Wohnungs- oder Hauseinbruch, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl und damit verbundene psychische Probleme. Auch hierbei wurden Tipps für ein sicheres Zuhause vermittelt und für den Fall der Fälle, aktive Hilfen angeboten. Die Veranstaltung fand im Gastraum der Königsteinhalle statt.